Die Rente reicht. Meistens.

Wer im Ruhestand arbeitet, warum – und warum die Regionalzahlen dazu in die Irre führen

Rund 14 Prozent der Rentner zwischen 65 und 74 arbeiten, ein Drittel von ihnen vor allem wegen des Geldes. Ob dieser Anteil wächst, geben die Daten nicht her. Und dort, wo die Not am größten ist, scheitert der Zuverdienst meist an Gesundheit und fehlenden Stellen.

Zwei Befunde sind unstrittig. Erstens: Es arbeiten mehr Rentnerinnen und Rentner als früher. Zweitens: Das Armutsrisiko im Alter ist höher als in der übrigen Bevölkerung. Aus beidem wird in Diskussionen gern ein dritter Satz gebaut – immer mehr Rentner müssten arbeiten, um über die Runden zu kommen. Dieser dritte Satz steht in den amtlichen Daten so nicht. Was dort steht, ist komplizierter und in mancher Hinsicht unangenehmer.

Wie viele arbeiten, und wie viel

Nach Erstergebnissen des Mikrozensus 2025 waren 14 Prozent der Rentnerinnen und Rentner zwischen 65 und 74 Jahren erwerbstätig, ein Jahr zuvor 13 Prozent.1 Beide Zahlen sind gerundet. Auf der Destatis-Themenseite zur Rente steht der ungerundete Wert für 2025: 13,5 Prozent.2 Für 2024 liegt kein ungerundeter Wert vor; er kann zwischen 12,5 und 13,4 Prozent gelegen haben. Der Zuwachs beträgt damit rechnerisch zwischen 0,1 und 1,0 Prozentpunkten. Mehr gibt der Sprung „von 13 auf 14 Prozent” nicht her.

Gemeint sind Menschen, die den Bezug einer gesetzlichen Altersrente angeben. Pensionäre zählen nicht mit, Menschen über 74 nicht. Die Angaben beruhen auf Selbstauskünften, wobei rund 22 Prozent der Auskünfte über Personen ab 15 Jahren von einem anderen Haushaltsmitglied stammen.3

Der Anteil sinkt mit dem Alter: 19 Prozent bei den 65- und 66-Jährigen, 8 Prozent bei den 73- und 74-Jährigen. Männer (16 Prozent) arbeiten häufiger als Frauen (11 Prozent). Und er steigt mit der Bildung: 18 Prozent bei hohem, 12 bei mittlerem, 10 bei niedrigem Bildungsniveau.1 Das ist der erste Befund, der nicht ins Notstandsbild passt – wäre Armut der Treiber, müsste es umgekehrt sein.

Über einen längeren Zeitraum ist die Zunahme deutlich. Die Erwerbstätigenquote der 65- bis 69-Jährigen insgesamt – nicht nur der Rentenbezieher – stieg von 14 Prozent im Jahr 2015 auf 23 Prozent 2025. Destatis nennt als einen Grund die geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Renteneintritt.4

Der Umfang der Arbeit ist meist klein. 27 Prozent der erwerbstätigen Rentner sind selbstständig. Von den abhängig Beschäftigten sind knapp zwei Drittel geringfügig beschäftigt, also mit höchstens 556 Euro im Monat (Stand 2025). 40 Prozent aller erwerbstätigen Rentner arbeiten weniger als zehn Wochenstunden, ein Viertel zehn bis unter zwanzig. Gleichzeitig arbeiten 13 Prozent mehr als 40 Stunden – unter den Selbstständigen sind es 28 Prozent, unter den abhängig Beschäftigten 8.1 Wo im Ruhestand viel gearbeitet wird, läuft meist ein Betrieb weiter.

Das Drittel, das wegen des Geldes arbeitet

Die einzige amtliche Erhebung zu den Motiven stammt aus einer Zusatzbefragung zur EU-Arbeitskräfteerhebung 2023. Gefragt wurde nach dem Hauptgrund; die Antwortkategorie für den finanziellen Grund lautete wörtlich: „Ich brauchte das zusätzliche Einkommen.”

33,0 Prozent der erwerbstätigen Altersrentner zwischen 65 und 74 wählten diese Antwort. 28,9 Prozent nannten Freude an der Arbeit, 8,9 Prozent den Kontakt zu Kollegen, 18,4 Prozent sonstige Gründe.5 Bei Frauen lag der Geldgrund bei 34,7, bei Männern bei 31,7 Prozent. Nach Bildung: 38,0 Prozent bei mittlerem, 25,0 bei hohem Niveau. Bei geringfügig Beschäftigten: 39,5 Prozent.

Ein Drittel ist viel. Aber es ist ein Drittel derer, die arbeiten – nicht aller Rentner. Rechnet man die 33 Prozent auf die damalige Erwerbstätigenquote von 13 Prozent um,6 arbeiteten rund vier von hundert Altersrentnern dieser Altersgruppe hauptsächlich deshalb, weil sie das Geld brauchten. Das ist eine eigene Überschlagsrechnung aus zwei Destatis-Werten desselben Jahres, keine amtliche Zahl.

Und hier liegt die eigentliche Lücke: Die Motivfrage wurde einmal gestellt, 2023. Es gibt keine vergleichbare Zeitreihe. Ob der Anteil derer, die aus Geldmangel arbeiten, zunimmt, lässt sich mit amtlichen Daten schlicht nicht sagen. Die Formel „immer mehr Rentner müssen arbeiten” ist damit weder belegt noch widerlegt – sie ist unbelegbar, solange niemand die Frage ein zweites Mal stellt.

Was die Forschung dazu sagt

Eine gemeinsame Studie von IAB und Deutschem Zentrum für Altersfragen hat 2018 dieselbe Frage mit Mehrfachnennungen gestellt. Dort spielte die finanzielle Situation bei 43 Prozent eine Rolle, als alleiniger Grund aber nur bei 1,7 Prozent. Spaß an der Arbeit nannten 97 Prozent, den Wunsch nach einer Aufgabe 92, den Kontakt zu Menschen 91 Prozent.7

Was in derselben Studie eindeutiger ausfällt, sind die Einkommen. Rechnet man den eigenen Verdienst heraus, verfügten erwerbstätige Rentner im Durchschnitt über ein bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen ihres Haushalts von 1.480 Euro, nicht erwerbstätige über 1.735 Euro. 30 Prozent der Erwerbstätigen lagen damit im untersten Einkommensviertel, unter den Nichterwerbstätigen nur 16 Prozent. Der Median des Hinzuverdienstes lag bei 450 Euro netto (Männer) und 300 Euro (Frauen).7 Das Geld ist also im Spiel, auch wenn es selten als Hauptgrund genannt wird.

Der Befund, der die These kippt

Die interessanteste Zahl der Studie betrifft nicht die Arbeitenden, sondern die Nichtarbeitenden. 81 Prozent der nicht erwerbstätigen Rentner gaben an, ihr Haushaltseinkommen reiche aus. Im untersten Einkommensviertel sagten das nur 54 Prozent. Dafür nannten dort fast zwei Drittel gesundheitliche Gründe. Gut ein Fünftel aller nicht erwerbstätigen Befragten nannte fehlende passende Stellen.7

Anders gesagt: Wer das Geld am dringendsten bräuchte, arbeitet gerade nicht, weil er nicht kann. Erwerbsarbeit im Alter ist keine Reserve, die bei Bedarf gezogen werden kann – sie steht denen am wenigsten offen, die sie am nötigsten hätten. Deren Existenz sichert nicht der Nebenjob, sondern die Grundsicherung. Und deren Zahl steigt: Im Dezember 2025 bezogen rund 764.000 Menschen über der Altersgrenze Grundsicherung im Alter, 3,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und so viele wie nie.8

Gegenläufig entwickelt sich die zweite Leistungsart derselben Statistik: Die Zahl der Empfänger wegen dauerhaft voller Erwerbsminderung sank auf rund 520.000 und damit auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2018.8

Was gegen diesen Befund spricht

Es wäre unredlich, die Gegenargumente wegzulassen. Es gibt fünf, und sie sind nicht schwach.

Erstens der Fragebogen. Die amtliche Erhebung verlangt einen Hauptgrund und trennt dabei „Ich brauchte das zusätzliche Einkommen” (33,0 Prozent) von „Die Tätigkeit war finanziell attraktiv” (5,4 Prozent). Zählt man beide zusammen, arbeiten rund 38 Prozent primär des Geldes wegen. Destatis weist den zweiten Wert allerdings als statistisch unsicher aus.5

Zweitens die Scham. Die Autorinnen der IAB-Studie weisen selbst darauf hin, dass Befragte finanzielle Motive verschweigen könnten und der tatsächliche Anteil höher liegen dürfte. Sie schreiben im selben Atemzug, die Angabe finanzieller Gründe sei umgekehrt nicht mit prekären Verhältnissen gleichzusetzen.7

Drittens die Untererfassung kleiner Jobs. Für 2024 wies der Mikrozensus 3,14 Millionen Erwerbstätige weniger aus als die Erwerbstätigenrechnung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Destatis nennt als eine mögliche Ursache, dass geringfügige Tätigkeiten in Haushaltsbefragungen verschwiegen werden, weil Befragte sie im Graubereich zur Schwarzarbeit verorten.3 Betroffen wäre genau der Beschäftigungstyp, um den es hier geht – die tatsächliche Erwerbsquote der Rentner dürfte also über 13,5 Prozent liegen.

Viertens die Dunkelziffer beim Grundsicherungsbezug, auf die ich weiter unten zurückkomme.

Fünftens eine Erfassungslücke. Die Zahlen zur Armutsgefährdung und zu den Wohnkosten stammen aus der EU-SILC-Unterstichprobe des Mikrozensus, und deren Hochrechnung bezieht sich ausschließlich auf Personen in Privathaushalten am Hauptwohnsitz.3 Wer im Heim lebt, taucht dort nicht auf – eine Gruppe mit überdurchschnittlichem Armutsrisiko fehlt.

Die Richtung all dieser Einwände ist dieselbe: Sie machen die Lage schlechter, als die Zahlen zeigen. Nur ändern sie nichts am zentralen Punkt, dass die Erwerbsquote gerade bei den Gesunden und gut Ausgebildeten am höchsten ist.

Wo die Renten hoch sind und wo niedrig

Damit zur regionalen Frage. Die Rentenhöhe folgt den Löhnen von gestern. Nach dem Rentenatlas 2025 lag die durchschnittliche Altersrente nach mindestens 35 Versicherungsjahren im Rentenbestand Ende 2024 bundesweit bei 1.692 Euro brutto – 1.892 Euro bei Männern, 1.459 Euro bei Frauen. Am höchsten fallen die Männerrenten in Baden-Württemberg (2.013 Euro) und Nordrhein-Westfalen (2.005 Euro) aus, am niedrigsten in Mecklenburg-Vorpommern (1.679 Euro).9

Bayern liegt mit 1.691 Euro beim Gesamtwert exakt auf dem Bundesdurchschnitt. Trennt man nach Geschlecht, zerfällt dieser Gleichstand: Bayerische Männer kommen auf 1.910 Euro und damit über den Bundeswert, bayerische Frauen auf 1.410 Euro – der zweitniedrigste Wert aller Bundesländer, knapp über Niedersachsen mit 1.394 Euro.9

Der Abstand zwischen Männern und Frauen beträgt in Bayern damit 500 Euro gegenüber 433 Euro im Bundesschnitt. Größer ist er nur in Baden-Württemberg, im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz. Am kleinsten ist er in Mecklenburg-Vorpommern mit 163 Euro und in Berlin-Ost mit 165 Euro. Die Rentenversicherung nennt als wichtigsten Grund, dass Frauen im Osten seltener teilzeitbeschäftigt waren.9 Das wirtschaftsstarke Bayern produziert bei den Männern also überdurchschnittliche Renten und bei den Frauen fast die schwächsten des Landes.

Eine Zahl aus demselben Atlas wird selten zitiert: Der durchschnittliche Zahlbetrag im Bundesgebiet – das, was nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge tatsächlich überwiesen wird – liegt bei 1.501 Euro, bei Frauen bei 1.292 Euro.9

Tiefer als bis zur Länderebene kommt man mit dieser Statistik nicht. Die Rentenversicherung wertet nach eigener Angabe grundsätzlich nicht nach Regierungsbezirken, Landkreisen oder Städten aus.9 Eine niederbayerische Durchschnittsrente gibt es nicht.

Warum dieselbe Rente in Bremen und in Bayern Verschiedenes bedeutet

Für die Altersgruppe ab 65 lag die Armutsgefährdungsquote 2025 bei 19,5 Prozent, bei Frauen ab 65 bei 21,3 Prozent, in der Gesamtbevölkerung bei 16,1 Prozent.10 Armutsgefährdet heißt: weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung.

Nach Bundesländern liegen belastbare Werte nur für die Gesamtbevölkerung vor, nicht für die Altersgruppe. Sie reichten 2025 von 27,5 Prozent im Land Bremen und 21,3 Prozent in Sachsen-Anhalt bis 12,6 Prozent in Bayern.11 Diese Zahlen beruhen auf einer bundeseinheitlichen Schwelle: 1.445 Euro netto im Monat für einen Einpersonenhaushalt.

Rechnet man stattdessen mit dem jeweiligen Landesmedian, verschiebt sich das Bild erheblich. Dann liegt die Schwelle in Bremen bei 1.184 Euro, in Sachsen-Anhalt bei 1.222 und in Bayern bei 1.452 Euro.11 Dieselben 1.300 Euro Rente machen eine Person in Bayern zum Armutsfall und in Bremen nicht.

Beide Rechnungen sind sinnvoll, sie messen nur Verschiedenes: die eine die Stellung im gesamtdeutschen Gefüge, die andere die Stellung in der eigenen Nachbarschaft. Wer nur eine davon zitiert, kann jedes gewünschte Ergebnis herstellen. Seit Mitte 2025 veröffentlicht Destatis die regionalen Mikrozensus-Daten ohnehin nicht mehr mit bundeseinheitlicher Schwelle und hat ältere Jahrgänge dieser Rechnung zurückgezogen.11

Bei den kleinen Ländern ist zusätzlich Vorsicht geboten. Anteilswerte aus dieser Unterstichprobe veröffentlicht Destatis erst ab 321 befragten Fällen und markiert Werte bis 500 Fälle als unsicher, mit einem absoluten Standardfehler von 2,5 bis 3 Prozentpunkten.3

Auffällig ist, wie klein der Ost-West-Unterschied inzwischen ist, wenn man nur die Ruheständler ab 65 betrachtet: 18,5 Prozent im Osten, 19,0 Prozent im Westen.12

Stadt und Land: die Grundsicherung im Ländervergleich

Am schärfsten wird das regionale Gefälle bei der Grundsicherung im Alter. Bundesweit bezogen im Dezember 2025 4,3 Prozent der Bevölkerung ab der Altersgrenze diese Leistung, vier Jahre zuvor waren es 3,4 Prozent.13 Zwischen den Ländern liegen Welten:

Land Dez. 2021 Dez. 2025
Hamburg 9,0 10,8
Berlin 6,6 9,2
Bremen 7,3 9,0
Nordrhein-Westfalen 4,4 5,4
Hessen 4,2 5,3
Saarland 3,9 4,9
Niedersachsen 3,4 4,3
Schleswig-Holstein 3,3 4,1
Rheinland-Pfalz 2,9 3,6
Bayern 2,8 3,6
Baden-Württemberg 2,6 3,3
Mecklenburg-Vorpommern 1,6 2,4
Sachsen-Anhalt 1,3 2,0
Sachsen 1,2 2,0
Brandenburg 1,4 2,0
Thüringen 1,1 1,7

Anteil an der Bevölkerung ab der Altersgrenze, in Prozent.14 Bayern liegt im westdeutschen Vergleich im unteren Drittel, aber über jedem ostdeutschen Flächenland, wo der höchste Wert bei 2,4 Prozent liegt. Und Baden-Württemberg liegt trotz der höchsten Männerrenten noch darunter – hohe Renten und niedrige Grundsicherungsquote hängen also weniger eng zusammen, als man vermuten würde.

Ein Hinweis zur Vorsicht: Der Nenner dieser Quote wandert. Er umfasst jeweils die Bevölkerung ab der geltenden Altersgrenze, und die steigt schrittweise weiter.15 Die Jahreswerte sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar.

Was diese Zahlen nicht messen

Die Länderreihe wird gern als Beleg gelesen, dass Altersarmut ein Großstadt- und Westproblem sei. Das greift in drei Punkten zu kurz.

Zum Ersten misst die Quote keine Bedürftigkeit, sondern Anträge. Eine DIW-Untersuchung von 2019 auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels schätzte die Nichtinanspruchnahme auf rund 60 Prozent, hochgerechnet etwa 625.000 Privathaushalte. Besonders hoch liegt sie bei Menschen ab 77 Jahren, bei kleinen Ansprüchen – und bei Wohneigentümern.16 Eine ältere Auswertung von Irene Becker kam für 2007 sogar auf 68 Prozent.

Genau dieses Merkmal ist regional extrem ungleich verteilt. Die Wohneigentumsquoten reichen von unter 16 Prozent in einzelnen Großstädten bis über 70 Prozent in einzelnen ländlichen Kreisen.17 In Bayern lebten 2022 laut Zensus 48,6 Prozent der Haushalte im Eigentum, bundesweit 43,7 Prozent – und der Spitzenreiter unter den bayerischen Regierungsbezirken ist Niederbayern mit 58,6 Prozent.18 Auf dem Land wohnen also überdurchschnittlich viele Ältere in genau der Konstellation, in der die Forschung die höchste Dunkelziffer vermutet.

Wie das im Bayerischen Wald aussieht, zeigt der Blick auf den Landkreis Freyung-Grafenau. Von 78.441 Einwohnern waren Ende 2025 rund 20.000 mindestens 65 Jahre alt, also gut ein Viertel.19 Grundsicherung im Alter bezogen im Dezember desselben Jahres 350 Menschen ab der Altersgrenze – vier Jahre zuvor waren es 265.20 In der kreisfreien Stadt Passau, die deutlich weniger Einwohner hat als der Landkreis, waren es 630.

Der Zuwachs von knapp einem Drittel liegt dabei im niederbayerischen Mittelfeld; im Landkreis Regen fiel er mit gut der Hälfte deutlich steiler aus. Und er betrifft ausschließlich die Altersgruppe: Die Zahl der Empfänger unterhalb der Altersgrenze, also der dauerhaft voll Erwerbsgeminderten, lag in Freyung-Grafenau 2025 exakt so hoch wie 2021.20

Doch zurück zu den drei Einwänden. Zum Zweiten hängt die Quote an einer anderen Sozialleistung. Wohngeld ist gegenüber der Grundsicherung vorrangig: Wer mit Rente plus Wohngeld über das Existenzminimum kommt, hat keinen Grundsicherungsanspruch mehr. Verbesserungen beim Wohngeld verschieben Menschen aus der einen Statistik in die andere, ohne dass sich an ihrer Lage etwas ändern muss.21 Seit der Wohngeldreform 2023 ist das kein theoretischer Einwand.

Zum Dritten – und das ist der Punkt, an dem die meisten Darstellungen aufhören – steckt hinter den Länderzahlen eine Aufteilung, die alles verschiebt.

Wer den Anstieg trägt

Dieselbe Statistik weist die Quote getrennt nach Staatsangehörigkeit aus. Bundesweit, jeweils bezogen auf die Bevölkerung ab der Altersgrenze:13

Dez. 2021 Dez. 2025
Deutsche 2,6 2,9
Ausländer 17,5 26,7
Insgesamt 3,4 4,3

In vier Jahren stieg die Quote der deutschen Bevölkerung um 0,3 Prozentpunkte, die der nichtdeutschen um 9,2. In Bayern verläuft es genauso: 2,2 auf 2,4 Prozent bei den Deutschen, 13,9 auf 22,5 Prozent bei den Ausländern.14 Das Muster gilt in allen sechzehn Ländern, im Osten am schärfsten. In Mecklenburg-Vorpommern bezogen im Dezember 2025 67,4 Prozent der nichtdeutschen Bevölkerung ab der Altersgrenze Grundsicherung, bei den Deutschen waren es 1,6 Prozent.

Der größte Einzelsprung liegt bundesweit zwischen Dezember 2021 und Dezember 2022. Der Grund ist eine Umstellung im Sozialrecht: Seit dem 1. Juni 2022 erhalten Geflüchtete aus der Ukraine ihre Leistungen nicht mehr nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, sondern nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch – und wer die Altersgrenze erreicht hat, taucht seither in dieser Statistik auf.

In absoluten Zahlen ist der Zusammenhang greifbar: Über beide Leistungsarten hinweg bezogen im Dezember 2025 rund 109.000 Geflüchtete aus der Ukraine diese Leistungen, knapp 10.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der deutschen Leistungsberechtigten stieg im selben Zeitraum um 0,4 Prozent.8 Wie groß der ukrainische Anteil an der Altersgruppe allein ist, geht aus den Daten nicht hervor; ausgewiesen wird er nur über beide Leistungsarten zusammen.

Dieser Befund lässt sich in zwei Richtungen falsch lesen, und beide Fehler sind in Umlauf.

Die eine Fehllesart: Der Anstieg auf 764.000 zeige eine rapide Verarmung der deutschen Rentnerinnen und Rentner. Das tut er nicht. Gemessen an dieser Quote hat sich deren Lage seit 2021 kaum verändert.

Die andere Fehllesart: Die flache Kurve bei den Deutschen sei eine Entwarnung. Das ist sie erst recht nicht. Gerade bei dieser Gruppe ist die Nichtinanspruchnahme am höchsten – Wohneigentümer, Hochbetagte, kleine Ansprüche. Die 2,9 Prozent sind von allen Zahlen dieses Textes die am wenigsten aussagekräftige.

Und es erklärt einen Teil des Ost-West-Gefälles, der sonst gern den Erwerbsbiografien zugeschrieben wird. Richtig ist: Ausgesprochene Niedrigrenten sind unter den ostdeutschen Bestandsrentnern noch selten, weil die Versicherungsverläufe lang und auch bei Frauen durchgehend waren.21 Aber Thüringen kommt mit 1,0 Prozent bei den Deutschen und 53,3 Prozent bei den Ausländern auf insgesamt 1,7 Prozent – der niedrige Gesamtwert entsteht auch dadurch, dass dort sehr wenige ältere Ausländer leben. Ein Teil der Ost-West-Differenz ist Bevölkerungszusammensetzung, nicht Rentenbiografie.

Was das Eigenheim spart und was es kostet

Unterschätzen sollte man den Eigentumsvorteil nicht. Bundesweit wendeten Haushalte 2025 im Schnitt 24,1 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnkosten auf; unter den armutsgefährdeten Haushalten waren es 43,7 Prozent. 11,2 Prozent der Bevölkerung lebten in Haushalten, die mehr als 40 Prozent fürs Wohnen ausgaben – unter den Armutsgefährdeten 35,0 Prozent.22 Wer keine Kaltmiete zahlt, hat den größten Einzelposten weitgehend im Griff. Unter den Ruheständlern ab 65 wohnten 2025 bundesweit 57 Prozent im Eigentum und 43 Prozent zur Miete.12

Wie groß die Mietunterschiede innerhalb Bayerns sind, zeigt der Sozialbericht des Bayerischen Landesamts für Statistik. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag in Niederbayern bei 6,00 Euro je Quadratmeter, in der Oberpfalz bei 6,60, in Schwaben bei 6,90 und in Mittelfranken bei 7,00 Euro – der Bundesdurchschnitt beträgt 7,28 Euro.23 Für 70 Quadratmeter liegt eine niederbayerische Mieterin damit nach eigener Rechnung rund 90 Euro im Monat unter dem bundesdeutschen Mittel; gegenüber dem oberbayerischen Niveau ist der Abstand ein Vielfaches davon. Zwei Einschränkungen: Es sind Bestandsmieten zum Stichtag 15. Mai 2022, und erfasst sind nur Hauptmieterhaushalte in bewohnten Mietwohnungen.

Auf der anderen Seite steht, was in der Wohnkostenstatistik nur teilweise auftaucht: ein Haus, das gehalten werden muss, Heizkosten für große, oft schlecht gedämmte Flächen, und die Tatsache, dass im ländlichen Raum ohne Auto praktisch nichts geht. Das ist eine Abwägung, keine statistische Aussage – eine belastbare Reihe zu den Gesamtkosten des Wohnens und der Mobilität älterer Haushalte im ländlichen Raum ist mir in dieser Recherche nicht untergekommen.

Und wo lässt sich überhaupt dazuverdienen

Die Möglichkeit zum Zuverdienst ist selbst regional ungleich verteilt. In der IAB-Auswertung von 2018 hatten Rentenbezieher in Ostdeutschland – unter Kontrolle aller anderen Merkmale – eine um 7,3 Prozentpunkte geringere Wahrscheinlichkeit, erwerbstätig zu sein. Die Autorinnen vermuten dahinter das geringere Stellenangebot.7 Dasselbe Argument gilt für dünn besiedelte Gegenden überall in Deutschland: Ein Minijob im Supermarkt setzt einen Supermarkt in erreichbarer Entfernung voraus.

Damit entsteht eine unangenehme Überkreuzung. In den Städten, wo die gemessene Altersarmut am höchsten und die Mieten am drückendsten sind, gibt es vergleichsweise viele kleine Beschäftigungen. Auf dem Land, wo das Eigenheim schützt, aber die verdeckte Armut vermutlich größer ist, gibt es weniger davon. Wer dort auf 300 Euro im Monat angewiesen wäre, findet sie nicht unbedingt.

Die Aktivrente greift an dieser Stelle nicht

Seit dem 1. Januar 2026 bleiben bis zu 2.000 Euro Arbeitslohn im Monat steuerfrei, wenn jemand die Regelaltersgrenze erreicht hat und sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist – die Aktivrente nach § 3 Nummer 21 EStG. Für Selbstständige, Beamte und Minijobs gilt sie nicht.24 Der Regierungsentwurf veranschlagte das Entlastungsvolumen auf bis zu 890 Millionen Euro jährlich.25

Hält man das neben die Struktur der Erwerbstätigkeit im Ruhestand, wird der Zuschnitt sichtbar. 27 Prozent der erwerbstätigen Rentner sind selbstständig; von den übrigen 73 Prozent sind knapp zwei Drittel geringfügig beschäftigt.1 Nach eigener Berechnung aus diesen beiden Werten fallen damit rund drei Viertel der erwerbstätigen Rentner von vornherein aus dem Anwendungsbereich. Hinzu kommt, dass ein Teil der 65- bis 74-Jährigen die Regelaltersgrenze noch gar nicht erreicht hat und schon deshalb nicht begünstigt ist.

Und ausgerechnet unter den geringfügig Beschäftigten war der Anteil derer, die das zusätzliche Einkommen nach eigener Angabe brauchten, mit 39,5 Prozent am höchsten.5 Die Steuerentlastung kommt also dort an, wo bisher überhaupt nennenswert Steuern anfielen. Ob das so gewollt ist, ist eine politische Frage; das Gesetz ist ausdrücklich als Anreiz zum längeren Arbeiten konstruiert, nicht als Armutsinstrument.

Was von der Ausgangsfrage übrig bleibt

Müssen immer mehr Rentner arbeiten, um ihre Existenz zu sichern? In dieser Form: nein, jedenfalls nicht belegbar.

Es arbeiten mehr Rentner als früher, das ist gesichert. Für etwa ein Drittel von ihnen ist das benötigte Einkommen der Hauptgrund. Ob dieser Anteil wächst, weiß niemand, weil die Frage nur einmal gestellt wurde. Die Erwerbsbeteiligung steigt am stärksten dort, wo Bildung und Gesundheit am besten sind. Und wer wirklich zu wenig hat, arbeitet überdurchschnittlich oft gerade nicht, sondern ist gesundheitlich gebunden oder findet nichts Passendes.

Was gleichzeitig zutrifft: Knapp jede fünfte Person ab 65 gilt als armutsgefährdet. Ob dieser Anteil zuletzt gestiegen ist, lässt sich allerdings nicht sauber sagen – die zugrunde liegende Unterstichprobe wurde erst ab dem Erhebungsjahr 2025 auf die Bevölkerungszahlen des Zensus 2022 umgestellt, die Vorjahre wurden nicht nachgerechnet.3 Unstrittig steigt dagegen die Zahl der Grundsicherungsbezieher im Alter – wobei dieser Anstieg fast vollständig aus einer Gruppe stammt, die nie Gelegenheit hatte, deutsche Rentenanwartschaften aufzubauen.

Erwerbsarbeit im Alter ist in Deutschland für die meisten etwas, das sie tun können. Altersarmut ist für die meisten nichts, was sich durch Arbeit lösen ließe.

Regional gilt: Am engsten ist es dort, wo Mieten hoch sind und Erwerbsbiografien brüchig waren, also in den westdeutschen Großstädten, und durchgehend bei Frauen – in Bayern besonders, wo die Frauenrenten zu den niedrigsten im Bundesgebiet gehören. Auf dem Land, auch im Bayerischen Wald, schützt das Eigenheim. Nur sagt die niedrige Grundsicherungsquote eben dort am wenigsten über die tatsächliche Lage aus.


  1. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N053 vom 5. August 2026. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_N053_13.html 

  2. Statistisches Bundesamt, Themenseite „Rente”, Abruf 23. September 2026. https://www.destatis.de/DE/Im-Fokus/Rente/_inhalt.html 

  3. Statistisches Bundesamt: Qualitätsbericht Mikrozensus 2025, erschienen am 1. September 2026. https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Bevoelkerung/mikrozensus-2025.pdf?__blob=publicationFile&v=4 

  4. Statistisches Bundesamt, „Erwerbstätigkeit älterer Menschen”, Stand 19. Mai 2026. https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aeltere-Menschen/erwerbstaetigkeit.html 

  5. Statistisches Bundesamt, Tabelle „Gründe für eine Erwerbstätigkeit von Rentenbeziehern”, Zusatzerhebung der EU-Arbeitskräfteerhebung 2023, Stand 19. Mai 2025. https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Pendeln-Arbeitsbedingungen/Tabellen/LFS-Modul-2023-Tab6.html 

  6. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N050 vom 7. Oktober 2024. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/10/PD24_N050_12_13.html 

  7. Laura Romeu Gordo, Stefanie Gundert, Heribert Engstler, Claudia Vogel, Julia Simonson: „Erwerbsarbeit im Ruhestand hat vielfältige Gründe – nicht nur finanzielle”, IAB-Kurzbericht 8/2022. https://doku.iab.de/kurzber/2022/kb2022-08.pdf 

  8. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 104 vom 26. März 2026. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_104_228.html 

  9. Deutsche Rentenversicherung: Rentenatlas 2025, S. 12 f. („Die Altersrenten”). https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/Rentenatlas/2025/rentenatlas-2025-download.pdf 

  10. Statistisches Bundesamt, „Armutsgefährdung sowie materielle und soziale Entbehrung bei älteren Menschen”, Stand 18. Mai 2026. https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Aeltere-Menschen/armutsgefaehrdung.html 

  11. Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ): „Armutsgefährdungsquoten 2025”, 21. Mai 2026. https://biaj.de/archiv-materialien/2224-armutsgefaehrdungsquoten-2025-von-bremen-und-sachsen-anhalt-bis-bayern.html 

  12. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N061 vom 1. September 2026. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/09/PD26_N061_63.html 

  13. Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 22151-0015 „Quote der Empfänger von Grundsicherung: Deutschland, Berichtsmonat im Quartal, Nationalität, Geschlecht, Altersgruppen”, Merkmal „Altersgrenze und älter”, Berichtsmonat Dezember, Abruf 23. September 2026. https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/22151/table/22151-0015 

  14. Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 22151-0035 „Quote der Empfänger von Grundsicherung: Bundesländer, Berichtsmonat im Quartal, Nationalität, Geschlecht, Altersgruppen”, Merkmal „Altersgrenze und älter”, Berichtsmonat Dezember, Abruf 23. September 2026. https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/22151/table/22151-0035 

  15. Statistisches Bundesamt, Qualitätsbericht „Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung”. https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Soziales/grundsicherung-alter-erwerbsminderung.pdf 

  16. Hermann Buslei, Johannes Geyer, Peter Haan, Michelle Harnisch: „Starke Nichtinanspruchnahme von Grundsicherung deutet auf hohe verdeckte Altersarmut”, DIW Wochenbericht 49/2019. https://www.diw.de/de/diw_01.c.699957.de/publikationen/wochenberichte/2019_49_1/starke_nichtinanspruchnahme_von_grundsicherung_deutet_auf_hohe_verdeckte_altersarmut.html 

  17. Deutschlandatlas der Bundesregierung, Karte „Eigentumsquote”. https://www.deutschlandatlas.bund.de/DE/Karten/Wie-wir-wohnen/Eigentumsquote.html 

  18. Bayerisches Landesamt für Statistik, Pressemitteilung 173/2024 zum Zensus 2022. https://www.statistik.bayern.de/presse/mitteilungen/2024/pm173/index.html 

  19. Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 12411-0017 „Bevölkerung: Kreise, Stichtag, Altersgruppen”, Stichtag 31. Dezember 2025, Abruf 23. September 2026. https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/12411/table/12411-0017 

  20. Statistisches Bundesamt, GENESIS-Online, Tabelle 22151-0040 „Empfänger von Grundsicherung: Kreise, Berichtsmonat im Quartal, Geschlecht/Altersgruppen/Ort der Leistungserbringung”, Merkmal „Altersgrenze und älter”, Berichtsmonat Dezember, Abruf 23. September 2026. Die Werte unterliegen seit 2020 der Geheimhaltung durch 5er-Rundung; die Abweichung vom Originalwert beträgt höchstens zwei. https://genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/22151/table/22151-0040 

  21. sozialpolitik-aktuell.de, Abbildung III.102 „Empfängerquoten von Leistungen der Grundsicherung im Alter nach Bundesländern 2024”, Bearbeitungsstand 16. Dezember 2025. https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Sozialstaat/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIII102.pdf 

  22. Statistisches Bundesamt, Tabelle „Wohnkostenanteil und Wohnkostenüberbelastung”, Stand 9. April 2026. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/Tabellen/eurostat-anteil-ueberbelastung-wohnkosten-mz-silc.html 

  23. Bayerisches Landesamt für Statistik: Sozialbericht, Kapitel 4.4 „Kosten des Wohnens”. https://www.statistik.bayern.de/mam/statistik/bildung_soziales/sozialbericht/4.4._kosten_des_wohnens.pdf 

  24. Bundesfinanzministerium, „Fragen und Antworten zur Aktivrente”, Abruf 23. September 2026. https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/FAQ-zur-Aktivrente.html 

  25. Bundesfinanzministerium, Pressemitteilung vom 15. Oktober 2025 zum Gesetzentwurf. https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2025/10/2025-10-15-gesetzentwurf-zur-neuen-aktivrente.html 

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