Zion National Park
Zion National Park – Steinerne Kathedralen im Herzen Utahs
Rote Felswände, die senkrecht in den Himmel ragen. Ein smaragdgrüner Fluss, der sich durch einen engen Canyon schlängelt. Und ein Licht, das je nach Tageszeit alles in Gold, Orange oder tiefes Violett taucht. Der Zion National Park im Südwesten Utahs ist einer der beeindruckendsten Orte der Welt – und ein Paradies für Fotografen.
Wer zum ersten Mal durch den Südeingang in das Zion-Tal fährt, hält unweigerlich den Atem an. Die Felsmassive des Court of the Patriarchs, der Angels Landing und des Great White Throne türmen sich bis zu 700 Meter über dem Talboden auf – in Farben, die je nach Eisenoxidgehalt von cremeweiß über Lachs bis zu tiefem Burgunderrot reichen.
Der Park wurde 1919 als erster Nationalpark Utahs ausgewiesen und zieht heute jährlich über fünf Millionen Besucher an. Herzstück ist der Zion Canyon, ein rund 25 Kilometer langer Einschnitt, den der Virgin River über Millionen von Jahren in den Navajo-Sandstein geschnitten hat. Am Ende des Tals beginnt eine der berühmtesten Wanderungen der USA: die Narrows – ein Weg durch den Fluss selbst, zwischen Wänden, die sich stellenweise auf kaum sechs Meter verengen und 300 Meter hoch aufragen.
Das Licht im Zion Canyon ist zu jeder Stunde anders. Am frühen Morgen taucht die Sonne die östlichen Wände in warmes Gold, während die Talsohle noch im Schatten liegt. Mittags wird das Licht hart und kontrastreich. Und kurz vor Sonnenuntergang – wenn die letzten Strahlen die Gipfel streifen – leuchten die Felsen in einem tiefen, satten Orangerot, das kein Filter der Welt wirklich einfangen kann.
Die folgende Galerie zeigt Eindrücke aus verschiedenen Ecken des Parks: vom ruhigen Pa’rus Trail entlang des Virgin River über den Aussichtspunkt des Canyon Overlook bis hinauf zu den schroffen Graten des Angels Landing – einem Gipfel, der Mut, Trittsicherheit und Ketten als Geländer erfordert, aber mit einem der spektakulärsten Panoramen der amerikanischen Nationalparks belohnt.














